und wider zurück, diesmal zur Westoder

Rückweg – Dieselbe Strecke, andere Gedanken

Vier Nächte noch einmal in Wollin. Dann: Ziegenort. Eine Nacht in der Marina.

Dienstag, 1. Juli. Weiter durch Stettin – dieselbe niedrige Brücke, dieselben 3,30 Meter Durchfahrtshöhe, unser Boot mit 3,10 Metern. Ein bisschen Bammel. Vorsichtig herangefahren, aktuellen Brückenpegel abgelesen, vorsichtig durch. Es klappt. Erleichterung ist eine unterschätzte Emotion.

Alter Ankerplatz im Verbindungskanal. Und dann: Heimfahrt. Die Oder aufwärts, der Oder-Havel-Kanal, die Havel aufwärts. Die Mecklenburger Seen warten.

Westoder – Wasservogelperspektive

Auf der Westoder fährt man durch eine wunderschöne Landschaft. Seit 1980 ist zwischen und um Ost- und Westoder ein Wasservogelschutzgebiet – und man merkt es. Die Natur hat hier das Sagen, und sie zeigt es.

Bei Staffelde: Grenzübergang. Man merkt nichts davon. Die Grenze ist unsichtbar geworden. Wir schippern auf ihr. Das ist Europa.

In Gartz am Bollwerk festgemacht. Wir dachten: kleiner verschlafener Ort an der polnischen Grenze. Wir hatten keine Ahnung. Gartz war Hansestadt. Gartz hatte eine mächtige Stadtmauer und vier Backsteintore. Wer hätte das gedacht? Wer hier einen Umweg macht, macht ihn richtig.